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Just an inspiration.... Adapting natural scientific figures to communication


Nature is perfect in many ways. Animals are "constructed" to perfectly cope with their surroundings and living circumstances. They possess colors that protect them and physical attributes that aid in their survival. The entire concept of the natural setting demonstrates simple yet highly effective means of standardization. Mathematicians and astronomers learned from early on to use these perfect measures to build pyramids, navigate seas, and construct new things.

The circle is one of these perfect measures: it is continuous, it is stable, it is predictable. As a wheel, it can carry loads and facilitate movement. As a planet, it can protect and build a stable environment. Circular movement can reveal all aspects of a situation. In relationships, it symbolizes a closed and secure system, exemplified by a ring.

Why not, then, learn from nature and apply its constants? Although communication is not as precise as physics, it makes sense to seek standardization within it. The complex interaction between sender and receiver should always occur in a stable and reliable environment—so that relationships can build up with trust and understanding. Thus, stability is a perfect application of the circular concept to corporate communications.

Just as an inspiration.... 



Working mom

Eine Reminiszenz an alle selbstständigen Mütter da draußen, ein Repost von 2011! 
In der Hoffnung, dass sich für viele junge Mütter die Situation mittlerweile etwas gebessert hat!


Das Leben ist schön. Eigentlich!
Ich habe gerade das Gefühl, dass ich zu gar nichts mehr komme und trotzdem immer irgendetwas vergesse. Vormittags stürzt Office ständig ab und ich muss dieselbe Folie drei Mal erstellen. Nachmittags bin ich Kindertaxi: zum Spielen, vom Klavierunterricht, zum Arzt, zur Gymnastik, zur Logopädie... Working mom. Und nun auch noch schwanger! Nicht selbst, nein. Schwangere Arbeitgeberin! Wieder eine neue Herausforderung.
Als erstes habe ich Verstärkung gesucht. Und auch gefunden! Nur gehen wir gerade trotz Verstärkung in Arbeit unter. Irgendwie hat man immer zuviel Arbeit oder zuviele Mitarbeiter.... Nun ja, wenn alle anpacken, geht das schon.
Als nächstes habe ich mich schlau gemacht, was auf mich als schwangere Arbeitgeberin rein rechtlich und finanziell auf mich zukommt. Da gab es eine schöne Überraschung: Es kostet mich erstmal nichts! Die Unterstützungskasse und die Krankenkasse erstatten mir die Kosten!! Sehr schön! Und ein Reisebett und Laufstall habe ich auch noch - selten einen so familienfreundlichen Arbeitsplatz erlebt :-) Wir werden das Baby schon schaukeln.
Dann geht ja alles. Wenn da nicht "dauernd" kranke Kinder, bettelnde Hunde, geschrammte Autos, Handwerker, schmutzige Wäsche und kaputtgehende Bollerwagen wären! Das hält einen ganz schön beschäftigt. Und da frau das alles alleine erleben darf - mann kommt erst spät abends nach Hause - hat man so über den Tag die volle Dröhnung und schläft abends beinah vor den Kindern ein.
Aber so ist das, wenn frau Familie und Beruf und Haus und Hund und noch so ein paar "Nebenjobs" haben will. Selbst schuld.

Professorabel - ein Job - mein Leben

Drei Semester, 2.000 Folien, ca. 50 mündliche Prüfungen, ca. 50 Hausarbeiten und ca. zehn Bachelor-Kolloquien: die quantitative Erfolgskontrolle meines Jobs als Professorin für Unternehmenskommunikation. Quantität ist aber nur die halbe Miete.
Unschätzbare Kolleginnen und Kollegen, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen, lehrreiche Evaluationen durch Studierende, inspirierende Erlebnisse mit Gästen und bei Exkursionen bilden die Eckpfeiler der qualitativen Evaluation von drei Semestern als Professorin.
Diese Erlebnisse haben mich in diesen faszinierenden Beruf hineinwachsen lassen und sie prägen meine Vorhaben, zünden Ideen und lassen mich mit einem Lächeln im Gesicht und voller Überzeugung sagen:

Ich lebe meinen Traum.

Ab jetzt wieder öfter von dieser Stelle mit Kommentaren, Diskussionsanregungen und Berichten aus der spannenden Welt der PR und Unternehmenskommunikation.

Klartext beim #PRReportCamp 2017


Spontanen Szenenapplaus erntete Anke Schmidt von BASF beim #prreportcamp in Berlin letzte Woche, als sie ganz deutlich machte: "Geld spielt natürlich eine Rolle bei der Wahl des Berufseinstiegs! Und Führungskräfte sollten selbstverständlich wissen, welche Einstiegsgehälter in ihrem Unternehmen gezahlt werden!" Es war erfrischend, eine so offene, fordernde Ansprache zu hören, nachdem es überwiegend darum ging, die Entscheidung für einen Einstieg in Agentur oder Unternehmen von der persönlichen "Leidenschaft für PR" abhängig zu machen.
Im ersten Podium boten die PR-Agenturen ein denkbar schlechtes Bild als attraktive Arbeitgeber für PR-Studierende. Dort drängte sich der Eindruck auf, dass für den Agentureinstieg eigentlich kein Studium nötig wäre. Abgesehen vom geringen Einstiegsgehalt würde der Berufsanfänger eh erstmal alles lernen müssen, was der Azubi ihm zu dem Zeitpunkt natürlich weit voraus hat. Es gelang den Podiumsteilnehmern nicht, überzeugend herauszustellen, welche Vorteile ein Studium für den Einstieg in das PR-Agenturleben hat. Die Unternehmensvertreter präsentierten sich im Anschluss. Sie stellten auch vor allem heraus, dass jeder seinem inneren Antrieb folgen sollte: "Wofür ihr brennt, dort solltet ihr den Einstieg suchen!" Natürlich ist Leidenschaft essentiell. Und sicherlich ist es ungeschickt, einen Berufseinstieg in einem Fachbereich zu wählen, der einen persönlich gar nicht interessiert. Aber letztlich wurde auf die Frage nach den Einstiegsgehältern so lange ausweichend geantwortet, bis Anke Schmidt beherzt das Mikro in die Hand nahm und Stellung bezog. Das Auditorium applaudierte begeistert. Und Anke Schmidt ging noch weiter: Zur Frage der Familienfreundlichkeit und Work-Life-Balance stellte sie erfrischend ehrlich klar, dass es eine Herausforderung ist, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Sie sei eine der seltenen Frauen, deren Mann mit ihr ins Ausland mitgekommen sei. Es ginge heutzutage zunehmend darum, als Unternehmen Doppelkarrieren zu pflegen für beide Partner - sofern beide das Recht auf Karriere in Anspruch nehmen wollen. Und nein, ihren eigenen Auslandseinsatz hätte sie sich nicht mit Kindern vorstellen können - zu viel Reisetätigkeit wäre da eine Belastung gewesen. Aber es müsse ja auch nicht jede Frau und jeder Mann Karriere machen - das stimmt und das ist ebenso erfrischend offen und direkt. Denn Work-Life Balance hat halt etwas mit Balance zu tun, und die wird am besten gehalten, wenn beide Pole im mittleren Bereich bleiben. Eine Option ist natürlich auch, erst Karriere zu machen und eine Familiengründung später anzuvisieren. Oder man verzichtet temporär auf Work/Karriere und startet erst mit Familie. Jeder muss seinen Weg finden. Zumindest ist es besser zu organisieren und zu "überleben", wenn man nicht versucht, alles gleichzeitig im vollen Speed und Power durchzuziehen. Und das meine ich als Frau, die durchgehend eine Agentur geführt hat während sie zwei Kinder großgezogen hat. Eine kleine Agentur, und ich habe mich aus vielen beruflichen Challenges ganz bewusst herausgehalten. Weil mir die Kinder wichtiger waren. Letztlich werden die so schnell groß, dass man aufpassen muss, die wichtigste Zeit nicht zu verpassen. Und jeder Mensch hat nur begrenzte Ressourcen - das merkt man meist aber erst ab Vierzig :-)

Ich bin froh darüber, meine Work-Life-Balance einigermaßen gehalten zu haben (Kommentare dazu unter Zwischendurch), und blicke sehr zuversichtlich auf die "zweite Hälfte" meiner Schaffenszeit - jetzt, wo die Kinder größer sind! Ich wünsche es den angehenden PRlern, dass sie ebenso achtsam mit ihren Ressourcen umgehen, klare Prioritäten setzen und diese auch umsetzen!

Es war eine tolle Veranstaltung im KOSMOS Berlin, durchgeführt vom Verlag Oberauer und dem PR-Report! Es hat großen Spaß gemacht, mit den Studierenden meines Hauptseminars und den Dieburger Onlinkommunikations-Studis im Bus zu reisen! Es war eine tolle Geste von Herrn Oberauer, uns die Busfahrt zu spendieren, ohne die bestimmt viele Studis nicht mitgekommen wären! Weiter so in der Nachwuchsförderung! Das bringt auch die DPRG wieder zum Vorschein und auf die Agenda! Und es steckt so viel Potenzial in den jungen Leuten, die morgen schon vorne bei der Preisverleihung auf dem Podium stehen werden! Ich freue mich, das miterleben zu können!



Long time not seen

Ja, ich habe ewig nichts geschrieben. War beschäftigt mit neuen Herausforderungen: Zwei Schulkinder, eine Mitarbeiterin schwanger, eine neue Volontärin, ein neuer großer Kunde, Bürorenovierung und ganz viel Ehrenamtliches, was teilweise auch Spaß macht. Manchmal fragt man sich aber auch, warum sich das auch noch antut.
Selbstständigkeit birgt immer wieder neue Herausforderungen. Da ist man seit über 15 Jahren selbstständig und es gibt doch noch Sachen, die man noch nicht erlebt hat. In unserem Falle ist es etwas Wunderbares: Ein neues Agenturbaby! Nachdem ich persönlich die Familienplanung abgeschlossen habe und glücklich darüber bin, dass beide Kinder zur Schule gehen, erlebe ich das Ganze jetzt mal als Arbeitgeberin: Die Vorfreude, die Unsicherheit, was passiert, wenn die Mama nicht mehr arbeiten kommt, die Hoffnung, dass die Neue alles schnell und gut übernimmt, die Freude über jeden Besuch von Mama und Kind im Büro, und die Aussicht, dass ab Sommer die Kleine in die Krippe kann und Mama wieder stundenweise arbeiten kommt.
Es ist soweit alles sehr gut gegangen, ich habe eine hervorragende Vertretung gefunden, die unsere Agentur erweitert und bereichert. Ich konnte selbst es als Chance wahrnehmen, alle Projekte mal wieder selbst zu erleben und gestalten, so dass ich mich wieder voll am Ruder fühle. Jetzt, nach einem Jahr, freue ich mich trotzdem wieder sehr darauf, wieder mal etwas Zeit zum Schreiben und Veröffentlichen, zum Informieren, Lernen und Weiterentwickeln zu haben.
Im Juni geht es auf das European Measurement Summit in Dublin!
Und gerade habe ich die neuen Auflagen der Handbücher zur Medienresonanzanalyse DO-IT-YOURSELF hochgeladen und freigeschaltet, für Microsoft Office XP und das 2007er Handbuch für die neuen Versionen 2007 und 2010. Als nächstes werde ich das Praktikerhandbuch "PR-Evaluation und Kommunikations-Controlling" endlich fertig schreiben, das schon seit zwei Jahren in meiner Schublade liegt.
Meine Dissertation ist übrigens nicht mehr lieferbar und wird wohl auch nicht mehr nachgedruckt vom Verlag. Wir sind aber in Verhandlungen über neue Projekte. Solange biete ich allen Interessierten meine übrig gebliebenen Exemplare auf Amazon an: die erste, die zweite und die dritte Auflage. In der ersten nannte ich die Performance-Analyse noch Balanced-PR Scorecard und wurde von der ganzen PR-Welt missverstanden. Die zweite Auflage betitelte es dann PR-Performance-Analyse. Die dritte Auflage bezog sich in der Performance-Analyse auf den kollektiven Reputationsbegriff und nicht mehr - wie vorher - auf den individuellen Einstellungsbegriff. So bietet jede Auflage etwas Besonderes :-) Außerdem habe ich noch drei signierte Exemplare von Katie Paines Buch "Measuring Public Relationships" auf Amazon angeboten!
Reichlich was zum Lesen ;-)
Mal sehen, wie sich das Themenfeld der Evaluation weiter entwickeln wird. Das Institute for PR aus den USA hat eine neue Offensive angekündigt, um Standards zu formulieren. Eigentlich nichts Neues. Das haben schon viele versucht. Viele sind auch dran gescheitert. Aber der Wille zählt. Ich werde meinen Beitrag leisten!
Measure on, Garth!

Wie konflikt- und kritikfähig sind Sie?

Mal ehrlich: Gehen wir nicht alle am liebsten den Weg des geringsten Widerstandes?
Und sind Konflikte nicht die ungeliebtesten Dinge des Lebens, vor denen man am liebsten die Augen verschließt? Schwäche? Schnell die Augen verschließen, was wir nicht sehen, das gibt es auch nicht!
Und Kritik? Ohren zu, dann hören wir nichts.
Bloß den Mund halten, dann eckt man nicht an und bekommt keinen Ärger!
Sind wir nicht alle ein bisschen wie die drei Affen?
Jedes Mal, wenn man sich mal wieder nicht zurückgehalten hat und doch den Mund aufgemacht hat zu einem empfindlichen Thema oder an eine empfindliche Person gerichtet, schießt es durch den Kopf: Wie dumm von mir, hätte ich doch bloß still gehalten!
Es ist dieser Umgang mit Kritik und Konflikt, der vom Grund her gegen die Evaluation wirkt. Da dieses Verhalten aber basismenschlich ist, wird auch genau dies der Grund sein, warum Evaluation nur selten wirklich freiwillig geschieht. Es ist halt doch Sache der Geldgeber, der Chefs, der Vorgesetzten, Evaluation zu fordern und die Ergebnisse zu kontrollieren. Genauso wie Leute lieber weitergehen, wenn sie einen Konflikt sehen, möchten sie auch lieber ihren Kommunikationsstiefel weiter fahren, ohne sich wirklich legitimieren zu müssen. Es ist halt der einfachere Weg.

Schade, dass manche Menschen nicht einmal wahrhaben wollen, dass es Konflikte gibt, wenn Menschen zusammen kommen. Und dass nicht mal rein prophylaktisch über Wege aus dem Konflikt berichtet werden darf, ohne dass es gleich als "an den Pranger stellen" empfunden wird. Aber so wenig konflikt- und kritikfähig sind wir wohl. Im allgemeinen.

Ein Bericht mit ganz vielen bunten Eiern ...

Es tut mir ja leid, aber ich bin in letzter Zeit nicht zum Bloggen gekommen, weil ich mit dem UN-Projekt so beschäftigt war. Es ist extrem spannend. Ich habe mit 49 Personen im Umfeld der Millenniumkampagne gesprochen und schreibe nun alles in einem umfassenden Bericht zusammen. Die Evaluation beginnt mit der Darstellung der Rahmenbedingungen, umfasst die Analyse der Ziele und Planung, kontrolliert die Durchführung mitsamt der Übersicht sämtlicher Ressourcen und stellt abschließend die gesamten Wirkungen dar. Das Vorgehen basiert auf der Standardevaluationsvorgabe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Denn Evaluation gibt es ja in anderen Bereichen schon sehr lange, und es existieren anerkannte Standards der OECD und der DEGEVAL. Die Evaluation geschieht nach den Kriterien Relevanz (tun wir das Richtige?), Effektivität, Effizienz, Nachhaltigkeit und entwicklungspolitische Wirksamkeit (=das Oberziel). Für ein Unternehmen könnte man locker dieselben Kriterien anwenden und mit diesem Verfahren die gesamte Unternehmenskommunikation auf den Prüfstand stellen. Die Datenerhebung läuft über narrative Tiefeninterviews, denen ein Leitfaden zu Grunde liegt. Die Ergebnisse kombinieren wir mit einer inhaltlichen und quantitativen Medienresonanzanalyse - mit dieser erhält man nicht nur die beeindruckenden Auflage-, Werbeäquivalenz- und Reichweitesummen, sondern auch direkte Handlungsempfehlungen für die operative Planung (Welche Botschaften sind rübergekommen, in welcher Region ist man präsent?). Alles zusammen bietet sowohl der Geschäftsführung als auch dem operativen Team ein umfassendes Bild der Arbeitsqualität.
Und wenn man dieses Bild dann hat, dann kann man das auch wunderbar in ein Zielsystem integrieren und steuern, und die Kommunikation controllen.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein sonniges Osterfest!

Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche allen Lesern ein frohes neues Jahr! 
Für uns hat es bereits einige Neuerungen gebracht. Meine gut durchorganisierte Kinderbetreuung hat sich "aus dem Staub gemacht". Unser Au Pair aus Mexiko fand es "besser für alle", wenn sie eine neue Familie sucht. Ok, mein Sohn (3) hat es ihr nicht leicht gemacht und sie irgendwie auch nie richtig gemocht. Mit der Großen (6) ging es aber redlich gut - sie findet es schon cool, Ipod zu hören ... Sohnemann fand es hingegen gar nicht lustig, als sich die 24jährige neben ihn mit der Knete setzte, sich die Ohrstöpsel ins Ohr steckte und ihm  ganz lässig beim Kneten zuschauen wollte ... Nach ein paar Tagen habe ich sie gebeten, die Ohrstöpsel im Haus doch einfach ganz sein zu lassen - man kommt sich so abgeschottet vor von jemandem, der durch das Haus immer easy wippend mit Ipod im Ohr strollt ... Nun denn. Sie hat schon schnell gelernt: Kartoffelbrei mit nicht angebranntem Spinat und Fischstäbchen zu kochen, die Fenster richtig auf UND wieder zu zu machen, RECHTS Fahrrad zu fahren, mit den Kindern zu sprechen, wenn man etwas von ihnen will, die eigene Zimmertür (im Erdgeschoss) NICHT zu verschließen, wenn man auf zwei schlafende Kinder im Obergeschoss aufpassen soll etc. 
Ich dachte dann nach drei Monaten, dass das Schlimmste jetzt vorbei sein müsste und nun hoffentlich die Zeit der Erleichterung beginnt. Aber da irrte ich. Es wurde ihr nun langsam langweilig, glaube ich. Nachdem sie in zwei monatiger Dauerparty (sie war jeden Abend in Heidelberg unterwegs) endlich einen jungen Mann gefunden hatte, pendelte sie jedes Wochenende nach Darmstadt, um ihren Studenten zu besuchen. Wenn sie montags mittags wieder eintrudelte, war es fast wie ein Neuanfang, weil sie mental gar nicht so richtig bei uns sein wollte. Überhaupt fehlte ihr völlig das "Familiengen". Leider wurde es uns erst zu spät klar, dass es wohl viel verlangt ist, von einem Einzelkind, das mit der Mutter groß geworden ist und in der Großfamilie auch das absolute Nesthäckchen ist, einen ausgeprägten Familiensinn und Kleinkinderfahrung zu erwarten. Sicher gibt es auch andere Einzelkinder aus Scheidungsfamilien, die trotzdem einen Sinn für Kinder haben - unser Au Pair leider nicht...
Als aber nach und nach klar wurde, dass sie eigentlich nur einen deutschen Mann gesucht hatte (möglichst gut situiert) und ein Architekturstudium in Deutschland das zweite Ziel ihres Aufenthaltes hier war (sie war über die Uni-Zugangsbedingungen besser informiert als über die Stundenpläne meiner Kinder), da überraschte eigentlich nichts mehr. Zumindest gipfelte es in einem Dezember, in dem die Kinder mehr Zeit mit mir und meiner Mitarbeiterin verbrachten als mit unserem Au Pair und ich daraufhin sagte, dass es so nicht weitergehe. Sie entschied sich dann, zu gehen und suchte eine neue Familie. Ich hatte schon den Glauben daran, dass sie die Situation meistern könnte, wenn sie es wirklich wollte, aber ihre Konzentration war einfach woanders. Und es schien, dass das gelobte Aupairland ja auch immer in der nächsten Familie liegt... Nun gut, ich wünsche es ihr.

Vorbilder: Omas für alle Fälle

Alles war perfekt geplant: Schon seit Monaten wußte ich von dem Termin im November, zu dem ich für drei Tage nach München reisen sollte (durfte). Und lange war auch schon klar, dass mein Mann zur selben Zeit beruflich unterwegs sein würde. Aber unser Aupair S. ist ja mittlerweile sehr gut eingearbeitet, so dass ich ihr die Verantwortung durchaus zugetraut hätte. Das operative Tagesgeschäft in der Firma läuft auch ohne mich, andere Projekte konnten die Tage abwarten. Den exakten Plan für den täglichen Ablauf im Projektteam "Familie" hatte ich skizziert, damit auch jeder das richtige Pausenbrot in der Tasche hat, die Klaviersachen bereit liegen und die Kinder rechtzeitig in der Falle sind, um morgens um halb sieben ausgeschlafen zu sein. Und dann das: Am Vortag morgens kommt ein hustendes, fieberndes Mädchen aus dem Zimmer nebenan - unser Aupair ist krank.
Die Art, wie einer berufstätigen Mutter in einem solchen Augenblick heiß wird und im Kopf ein wildes Durcheinander an Panikgedanken explodiert, kann Mann kaum nachempfinden. Wann muss Mann denn schon mal seine beruflichen Tätigkeiten in einem so komplexen System so detailliert planen und abstimmen? Nun ja, die erste Entscheidung war das Abschätzen, ob ich einen Notfallplan brauche oder es vielleicht wagen kann, auf eine schnelle Genesung zu setzen. Nachdem S. schnell wieder in ihrem Zimmer verschwunden und eingeschlafen war,  entschied ich mich für den Notfallplan. Da es sich um mindestens eine Nacht und zwei volle Tage handelte, war klar, dass es nur mit Omas Hilfe gehen würde. Zwei Kinder kann man halt nicht einfach mal einer Freundin anvertrauen, und stundenweise bezahlte Babysitter sind in solchem Falle auch nicht praktikabel. Ein Anruf in der Heimat (280 Kilometer entfernt) und nach kurzem Nachdenken kam die rettende Antwort: Sie kann kommen! Welch ein Glück, wenn man familiäre Rückendeckung hat als berufstätige Mutter. Ohne Omas und Opas könnten viele Frauen ihren Job vergessen. 
Daher heute mal ein großes Dankeschön an alle helfenden Hände, allen voran meine Schwiegermutter und meine Mutter (die beim vorherigen Notfall kam)!!

Vorbilder: Working Women

Das Telefon klingelt (ein Kunde aus Hamburg), die Milch für den Kartoffelbrei kocht über, Chantal erzählt, was sie eben draußen im Garten gefunden hat und Marcel schreit, weil er keine Kekse vor dem Essen bekommt - ein ganz normaler Mittag im Hause Besson. Mittags ist hier die "Hölle" los. Ich bin froh, dass ich Heike habe, meine treue Mitarbeiterin, die mir den Rücken frei hält, wenn ich vor lauter kleinen Wehwehchen und großen Erfolgserlebnissen meiner süßen Sprösslinge nicht zum klaren Denken komme. Das Denken kann einem manchmal ganz schön schwer fallen bei dem Trubel. Das Leben als berufstätige Mutter zweier kleiner Kinder bietet alle Herausforderungen, die man sich denken kann: Multitasking ist alles. Und eine gute, liebevolle Kinderbetreuung - unserem Aupair Luciana sei Dank!
Nachempfinden können diese ständige Mehrfachbelastung eigentlich nur andere Mütter. Daher ist es so entspannend, von Kolleginnen zu hören, wie sie ihren Alltag organisieren: Zwischen Kinder zum Kindergarten bringen, Gespräch mit dem Geschäftsführer, Wäsche waschen, Konzeption erstellen, Kleine bei der Tagesmutter abholen, Mittag kochen, Journalistenanfrage beantworten, Kinder am Nachmittag noch mal kurz als Notfalllösung zu Oma und Opa bringen, Arzttermin verschieben, Angebot erstellen, Abendessen vorbereiten, Kinder abholen, baden, ins Bett bringen und am Ende des Tages noch schnell die Emails checken, um zu sehen, ob schon ein OK für das Angebot vorliegt. Der ganz normale Wahnsinn.
Welch eine Herausforderung es ist, einen zweitägigen Konferenzaufenthalt zu organisieren, darf man eigentlich keinem Mann erzählen - man könnte ja überfordert wirken. Oder überheblich - wenn man das beteiligte "Personal" aufzählt. Dabei ist das Ergebnis der Organisation - zwei freie Tage, in denen frau sich nur um sich selbst kümmern braucht - der reine Urlaub. Und so werde ich dieses Jahr den Kommunikationskongress angehen! Zusammen mit zwei Kolleginnen, beide Mütter von zwei bzw. drei Kindern in leitenden PR-Funktionen. Meine Vorbilder des Monats!

Vorbilder der PR-Evaluation: Katie Paine

Jeder sollte sie kennen, der sich für das Thema PR-Evaluation - oder PR Mesaurement, wie es in den USA heisst - interessiert: Katherine Delahaye Paine. Sie setzt seit mehr als zwanzig Jahren Standards, wenn es um die Erfassung, Bewertung und Kontrolle von PR- und Öffentllichkeitsarbeit geht. Ihr Blog ist interessanter zu lesen als so manche Tageszeitung, und schon allein die Links stellen eine umfassende Situationsanalyse zum Thema dar und bieten reichhaltige Informationen. Ich habe sie im Jahre 2000 getroffen. Ich war im Rahmen meiner Forschung zu meiner Dissertation ("Strategische PR-Evaluation", VS Verlag) auf Katie gestossen und nutzte die Gelegenheit, dass eine Freundin in New Hampshire heiraten wollte, dazu, in Portsmouth aufzuschlagen und mir Katies beeindruckende Büros im Hafengebiet des wunderschönen neuenglischen Portsmouth anzuschauen. Katie war mir direkt sympathisch. Ihr Werdegang war und ist mir ein großes Vorbild. Sie begann ebenfalls (wie ich - allerdings ich erst viel später) zuhause im kleinen Stil "im Pyjama am heimischen PC" Medienanalysen zu erstellen - bereits zu einer Zeit, in der hier in Deutschland von Medienresonanzanalysen noch kein Mensch eine Ahnung hatte. Ihr Unternehmen wuchs schnell auf eine beachtliche Größe und trug ihren Geburtsnamen Delahaye. Leider verkaufte sie dieses profitable Geschäft vor ca. fünf Jahren an Medialink, die schnell das Ruder übernahmen und weitergaben - mittlerweile ist es ein Subunternehmen im Netzwerk von Cision. Katie verliess das Unternehmen und gründete eine neue Agentur: KDPaine&Partners. In den Hügeln von Neuengland bezog sie mit einem kleinen Team Büroräume auf ihrer beeindruckenden Shankhassik Farm, die sie auch regelmäßig für wohltätige, künstlerische und unterhaltsame Veranstaltungen zur Verfügung stellte. Ein wahres Kulturzentrum für die Branche. Katie entwickelte früh ein System zur Erstellung von Medienresonanzanalysen. Sie bietet amerikanischen Unternehmen Hilfestellung bei der Identifikation Ihre Erfolgsfaktoren. Ihr Newsletter, der Measurement Standard, gehört zur Pflichtlektüre der amerikanischen Branche. Ihr DO-IT-YOURSELF Dashboard ist eine Software zur Erstellung von Medienkennzahlen in Eigenregie. Katie ist ein absoluter Trendsetter der Evaluationsbranche und daher mein größtes berufliches Vorbild.

PREZI zum Thema!