Es drehte sich alles um Hegemonie und Propaganda, in mehr oder weniger bewusster und professioneller Form. Das solidarische Streben nach dem Erhalt der Welt für die nachkommenden Generationen kam zu Wort. Die Nachhaltigkeit musste sich jedoch im Kontext "des Politischen der Kommunikation und des Kommunikativen in der Politik" auf der DGPuK Fachgruppentagung PR/OK eher geschlagen geben - in Anbetracht des dominanten Strebens nach Macht und einem nackten Kapitalismus.
Was bewegt die Welt der PR, was ist wirklich wichtig und warum betrifft uns das Thema alle und jeden Tag? Wissenschaft und Praxis, Neuheiten und alte Weisheiten - das ist es, worüber ich mich an dieser Stelle auslasse.
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Hegemonie & Propaganda versus Solidarität. Der Kapitalismus siegt? Bericht von der DGPuK Fachgruppentagung PR/Organisationskommunikation (OK)
Es drehte sich alles um Hegemonie und Propaganda, in mehr oder weniger bewusster und professioneller Form. Das solidarische Streben nach dem Erhalt der Welt für die nachkommenden Generationen kam zu Wort. Die Nachhaltigkeit musste sich jedoch im Kontext "des Politischen der Kommunikation und des Kommunikativen in der Politik" auf der DGPuK Fachgruppentagung PR/OK eher geschlagen geben - in Anbetracht des dominanten Strebens nach Macht und einem nackten Kapitalismus.
Just an inspiration.... Adapting natural scientific figures to communication
Nature is perfect in many ways. Animals are "constructed" to perfectly cope with their surroundings and living circumstances. They possess colors that protect them and physical attributes that aid in their survival. The entire concept of the natural setting demonstrates simple yet highly effective means of standardization. Mathematicians and astronomers learned from early on to use these perfect measures to build pyramids, navigate seas, and construct new things.
The circle is one of these perfect measures: it is continuous, it is stable, it is predictable. As a wheel, it can carry loads and facilitate movement. As a planet, it can protect and build a stable environment. Circular movement can reveal all aspects of a situation. In relationships, it symbolizes a closed and secure system, exemplified by a ring.
Why not, then, learn from nature and apply its constants? Although communication is not as precise as physics, it makes sense to seek standardization within it. The complex interaction between sender and receiver should always occur in a stable and reliable environment—so that relationships can build up with trust and understanding. Thus, stability is a perfect application of the circular concept to corporate communications.
Just as an inspiration....
Strategic and methodical pr planning. The data-based creation of a communication concept. Nanette Besson
Strategic communication planning has been systematized in PR since the late 1980s. Just as PR as a profession and science has developed out of practice, strategic planning has also been scientifically adapted and continued on the basis of established, successful processes. In general, strategic planning can be found as early as 1927 in Bernays, the master of manipulation through conscious communication. Since then, the strategic planning of PR has become established and in PR science, strategy is a buzzword - and not just since the beginnings of integrated marketing communication. PR claims to be a management function. To achieve this, it is essential to work systematically. Strategy encompasses the planning, implementation and control of communication. This book explains how this planning is carried out in a data-based, systematic and (in practice) efficient manner. The core contents are summarized here.
The creation of a communication concept consists of an analytical phase, a block of strategic decisions and detailed tactical planning. The organization of the concept creation is considered as a meta-level, including the preparation of the presentation, group dynamic processes and the integration of creativity and management techniques.
BRIEFING
RESEARCH
ANALYSIS
STRATEGY
STAKEHOLDERS
STORIES & CHALLENGES
CHANNELS & INSTRUMENTS
GOALS & VALUES
TACTICS
PROJECT MANAGEMENT
EVALUATION
CREATIVITY & PRESENTATION
Die methodische Recherche ist der Schlüssel zum Erfolg
Nach umfangreicher Recherche und gewissenhaftem Abwägen kann ich dann eine Entscheidung darüber treffen, welchen Weg ich einschlagen möchte. Wenn diese Entscheidung gefallen ist, gehe ich bewusst diese Reduktion der Komplexität ein, um meinen Seelenfrieden zu finden. Im besten Fall bedeutet dass, im Sinne der kognitiven Dissonanz ab sofort alle anderen Optionen auszublenden..... vielleicht nicht besonders klug, aber was soll´s.
Die Recherche ist eine Schlüsseltätigkeit bei der Strategieentwicklung. Stakeholder können nur so gut erreicht werden, wie sie passgenau angesprochen werden. Die Sprache und Geschichten, die Kanäle und Instrumente sollten wie ein gutes Paar Schuhe passen - sie können gern auch mal ausgefallen sein, aber nie so, dass die Menschen sich gepresst fühlen und Druckstellen spüren.
Ziele können nur dann wertorientiert definiert werden, wenn die Werte der Stakeholder und der Organisation klar sind. Dann entspringen sie den Maßnahmen und führen direkt in die Köpfe der Stakeholder hin zur wertschöpfenden Erfolgsfeststellung der Organisation.
Die Recherche ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Kampagne. Dabei ist eine methodische Vielfalt bei der Informationsbeschaffung ebenso sinnvoll und nützlich wie bei einer guten ärztlichen Diagnose: schauen, fragen, messen und daraus ein Gesamtbild entwickeln. Nicht nur eine Quelle nutzen, nicht nur eine Gruppe fragen. Offen bleiben und in alle Richtungen denken. Die Auswahl der Suchbegriffe bestimmt das Suchergebnis. Und der Algorithmus verzerrt jedes Ergebnis. Die Objektivität der Datensammlung ist wichtiger denn je.
Im Sinne eines Plädoyers für gute Kommunikationsberatung trete ich den Weg an, die strategische Planung von Unternehmenskommunikation und PR auf eine neue Ebene zu heben. Nicht mehr oder weniger habe ich mir mit meinem Buch vorgenommen, das ich ab sofort mit euch und Ihnen diskutieren möchte! www.konzeptionstechnik.de
DATA SCIENCE - das Yin und Yang der Analyse
Bildquelle: https://www.pressesprecher.com/nachrichten/kommunikations-controlling-und-evaluation-das-yin-und-yang-der-pr-8475 (c) thinkstock/slovegroveDATA SCIENCE ist das neue Schlagwort, mit dem auch ich nun wieder an vorderster Front für den Einsatz von intelligenter Analyse kämpfe. Und es umschreibt die Anforderungen soo treffend: Es geht um valide Daten, die reliabel bewertet werden. Wissenschaftliche Gütekriterien lassen grüßen.
DATA können große oder kleine Datenmengen sein. SCIENCE ist das Expertenwissen, mit dem diese Daten ausgewählt, bewertet und interpretiert werden. Es geht also nicht nur um Big Data, um riesige Mengen digitaler Zugriffsdaten, sondern auch um z. B. feine Stichprobendaten, die qualitativ sehr viele Insights bieten - erst recht in Verbindung mit dem passenden Expertenwissen. Dies Expertenwissen besteht aus Wissen über das Unternehmen und seine Ziele, Stakeholder, Themen, die Branche sowie gesellschaftlichen Trends.
Gerade in Zeiten, in denen wir zunehmend von sämtlichen sozialen Netzwerkdaten ausgeschlossen werden (so Florian Laszlo so erfrischend ehrlich beim Social Media Summit, ab Minute 23), ist die bewusste Auswahl von verfügbaren Daten wichtig. Welche Zahlen und welche Informationen werden erhoben? Daten können auch qualitativ erhoben werden, d. h. inhaltlich oder beschreibend:
Eine qualitative Analyse z. B. von Videos und Bildern in Instagram Reels oder auf TikTok bietet in Verbindung mit den Likes und einer genauen Betrachtung derer, die Liken, einen erheblichen Mehrwert: Ich erfahre, welche Gestaltungsmerkmale gefallen und ich bekomme Insights über meine "Freunde", meine Zielgruppe. Im Vergleich mit Wettbewerbern ist eine fundierte Bewertung möglich: Was haben wir erreicht? Wo stehen wir im kommunikativen Wettbewerb?
Eine solche Analyse erzeugt zwar mehr Aufwand als die Analyse digitaler Downloads (wobei diese nur sehr eingeschränkt verfügbar sind) - die Ergebnisse bieten jedoch direkte Hinweise, wie die Kommunikation in Zukunft zu optimieren ist. Dasselbe gilt für TikTok oder Clubhouse: Je weniger Informationen vom Netzbetreiber verfügbar gemacht werden, umso mehr sind wir darauf angewiesen, intelligente Analysekonzepte mit sinnvoll ausgewählten, selbst erhobenen Daten anzuwenden. SCIENCE halt :-)
Die Digitalisierung bietet eine Flut von Daten. Teilweise sind diese abrufbar, z. B. durch die API von Twitter. Automatisch generierte Daten sind immer mit Verstand zu benutzen: Nicht nur Fakes verwässern das Ergebnis. Die Algorithmen der Netzwerke - die neuen Gatekeeper - steuern die Anzahl der Aufrufe selbsttätig. Die Kennzahl Impressions kann streng genommen nur bedingt als "Erfolgsindikator" dienen. So wird die "For you-Seite" von TikTok kaum bei zwei Usern identisch sein. Auch die Engagement Rate (ER) ist mit Vorsicht zu genießen, da im Standard nicht zwischen positiven und negativen Kommentaren unterschieden wird. Die ER ist also im Zweifel auch ein Indikator für den Level des Shitstorms.
Natürlich möchte ich nicht alle Kennzahlen verteufeln. Der Werbeqäuivalenzwert wurde auf AMEC Summit anno 2010 auf die "schwarze Liste der PR-Evaluation" gesetzt - ich war selbst dabei und habe für die allerersten Barcelona Prinicples mit abgestimmt. Der Werbeqäuivalenzwert ist ein Behelfswert für die Wertberechnung von kommunikativen Erfolgen. Er hat große Haken und Ösen, und wird trotzdem immer noch in der Praxis eingesetzt - schlicht, weil er handlich ist. Und sicherlich - sofern kontinuierlich hergeleitet - einen Hinweis auf die Entwicklung der Medienresonanz darstellt.
Also dürfen Kennzahlen unperfekt sein - siehe die vielkritisierte Corona-Inzidenz, die vielfach als unzureichend bezeichnet wird - und trotzdem wenigstens einen Hinweis auf die Entwicklung gibt. Es ist nur wichtig, dass für die Gesamtbeurteilung der Lage noch wesentlich mehr Faktoren hinzugezogen werden. Expertenwissen - SCIENCE.
DATA SCIENCE ist ein gutes Schlagwort, das die zwei wichtigsten Faktoren bei der Bewertung komplexer Zusammenhänge auf den Punkt bringt: Das Eine ist nichts wert ohne das Andere - womit ich mal wieder beim YIN und YANG bin. Und dafür stehe ich gerne ein, nach dieser Verbindung zu streben und sie zu generieren - als Director Analytics bei Ketchum Deutschland.
Und ich freue mich über herausfordernde Anfragen, gern über LinkedIn!
P.S. Nur, damit ich die Unternehmensziele und die Wertschöpfung auch erwähnt habe: Die Verknüpfung der Kommunikationserfolge mit den Unternehmenszielen ist in der PR-Planung zu knüpfen. Die Werttreiberkette für eine (im Vergleich zum Wettbewerber) erfolgreichen Insta Reels-Kampagne sieht folgendermaßen aus: Positive Resonanz auf kommunizierte Markenwerte erzeugt Stärkung der Markenbindung, Markenbindung stärkt die Bereitschaft, Produkte zu bevorzugen - Kosten für das Marketing sinken - Umsatz & Gewinn steigen.
Der Wertschöpfungsbeitrag der Unternehmenskommunikation: 399 Euro für ca. 1.500 Seiten
- Grundlagen
- Ökonomische, publizistische, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen
- Soziologische, kulturelle und psychologische Dimensionen
- Analyse von Umfeld und Meinungsbildung
- Zieldefinition und Planung
- Instrumente und Plattformen
- Evaluation und Wertbestimmung
- Organisation, Outsourcing und Kompetenzmanagement
- Kommunikationsstrategien für zentrale Bezugsgruppen
- Konzepte für besondere Kommunikationssituationen
I. Die Basics des Fachbereichs Unternehmenskommunikation (UK) erläutern Theorien zu Kommunikation, Medien, Öffentlichkeit und zu sozialen Netzwerken. Es wird außerdem der Stand der Profession dargestellt (aus Zerfaß´s Umfrage European Communication Monitor).
II. Die Rahmenbedingungen der UK werden von Recht, Moral und Verantwortung (CSR) geprägt - dem Spannungsfeld zwischen Realität, Fiktion und fiktionaler Darstellung. Die Beziehung von Journalismus und UK stellt diese Aspekte stetig auf die Probe. Immerhin geht es um nicht weniger als den "guten Ruf".
III. Geisteswissenschaftlich wird die UK aus Sicht der Soziologie, Psychologie und Kultur betrachtet: Wollen wir den Diskurs oder die Täuschung, handeln wir instrumentell oder verständigungsorientiert? Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Reputation, Marken und die hohe Kunst der psychologischen Manipulation und Selbstdarstellung - das ist der Stoff, aus dem die Skandale sind.
IV. Ohne Maps keine Positionierung - die empirischen Methoden werden nicht alt. Sie sind unersetzlich, um zu wissen, wo wir stehen und was um uns herum passiert. Dabei kommt vor allem die klassische Inhaltsanalyse (Medienresonanz, Social Media) zum Einsatz, sowie die Befragung (Mitarbeiter, Stakeholder). In diesem Kapitel aber noch nicht als Evaluation oder zur Steuerung (folgt in Kapitel VII), sondern im angelsächsischen Sinne als Basis für die Planung.
V. Die klassische Konzeptionstechnik - sie heißt jetzt nach Zerfaß "Kommunikationsmanagement" - darf nicht fehlen und wird im fünften Teil kurz gestreift.
VI. Anwender werden im sechsten Teil konkretere Anregungen finden - Instrumente und Plattformen. Dabei bleibt alles auf einem eher theoretischen Niveau und recht oberflächlich. Interessant und erfrischend sind alte Disziplinen wie die Rede, "Live Communication" als der real erlebte Event und die Hervorhebung von Design, Ästhetik und der Inszenierung von ... sich selbst. Frei nach Erving Goffman: "Wir spielen alle Theater!"
Meine Studis kamen meist gut mit den Aufsätzen klar. Die Autoren sind alle namhafte Vertreter der Themenbereiche und die Beiträge sind verständlich geschrieben.







